Nachtspiel und Morgengrauen, Band 1 – neu im Programm

Nachtspiel und Morgengrauen, Band 1 – neu im Programm

Zu Nachtspiel und Morgengrauen – Der Gefürchtete gäbe es einiges zu sagen. Zuallererst einmal, dass es moderne, dunkle Phantastik der höchsten Güteklasse ist. Wer Neil Gaimans „American Gods“, die „Wächter“-Serie von Sergej Lukianenko oder auch die Werke von H. P. Lovecraft mag, sollte sich dieses Buch auf gar keinen Fall entgehen lassen. Autor Erik R. Andara schafft hier aus alten Überlieferungen und modernen, zeitgemäßen Ideen eine völlig neue Mythologie um seine Heimatstadt Wien, die den Leser schnell und unweigerlich in ihren Bann schlägt. Er zeichnet dabei eine gefährliche Welt voller Magie und alter, machtgieriger Wesen, die im ewigen Kampf um die Vorherrschaft auf Erden und in anderen Sphären liegen. Während Andara seinen Helden auf der Suche nach Antworten durch die nächtlichen Straßen schickt und eine junge Göttin ihre ehrgeizigen Intrigen spinnen lässt, zeigt er aber auch, dass Menschen, Biester und Götter gar nicht so unterschiedlich sind – und dass der Grat zwischen Realität und Wahnsinn oft ganz schmal ist. Wir freuen uns sehr, mit diesem...
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Die Furcht, die unter dunklen Brücken haust

Die Furcht, die unter dunklen Brücken haust

Der Brückenbogen war lang und dunkel, und es führte kein anderer Weg drumherum. Eigentlich war es auch eher ein Tunnel als sonstwas. Ein langer Schlauch mit niedrigem Deckengewölbe, geformt aus faustgroßen, grob behauenen Pflastersteinen und gekrönt von einem guten Meter Erdreich und Schotter. Obenauf saß ein Netzwerk aus Schienen, das direkt an den heimischen Zugbahnhof anschloss. Wenn auch nicht wirklich der einzige Weg, so war es doch zumindest der Einzige, der Sinn machte, wenn man von zuhause aus zu dem unweit gelegenen Supermarkt wollte. Im Sommer war alles gut. Im Sommer waren die Tage lang genug, so dass ich abends noch schnell mit dem Fahrrad zu diesem Supermarkt rauschen konnte, wenn mich meine Mutter um die eine oder andere Kleinigkeit schickte, die ihr für das Abendmahl fehlte. Auf dem Weg dorthin zog ich so schnell als möglich durch diese dunkle Röhre, die in der Mitte immer verdächtig  nach stechendem Urin und brackigem Sickerwasser roch, und hielt vorsichtshalber den Kopf dabei unten,...
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EVOLVER BOOKS goes Vienna Comix

EVOLVER BOOKS goes Vienna Comix

Dass es sich der Veranstalter der Vienna Comix seit Jahren bereits ganz groß auf den Banner geschrieben hat, die heimische Kunstszene zu unterstützen – wo und wie es nur geht – ist kein Geheimnis. Dass er dabei neben den namensgebenden, bebildernden Geschichtenerzählern auch auf jene nicht vergisst, die das, was sie zu sagen haben, nur mit Buchstaben aufs Papier zeichnen, freut uns persönlich besonders! Neben uns war diesmal zum Beispiel auch das preisgekrönte, österreichische Autorenpaar J.H. Praßl mit ihrer Fantasy-Reihe zu Gast. Leserherz was begehrst du mehr? Wir haben also unser Tischlein bezogen, dekoriert und mit den vielen bunten Büchern aus dem Hause EVOLVER BOOKS vollgestellt, und dann voller Vorfreude auf die Menschenmenge gewartet, die bald darauf die Halle füllte. Wir haben Indiana Jones und den Joker getroffen, Jack Sparrow, Deadpool, viele grelle, asiatisch wirkende Wesen mit großen Büchsen auf den Schultern, die wir leider nicht benennen konnten und, ich glaube sogar gesehen zu haben, wie John Constantine kurz schweigsam...
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Lesung Deluxe

Lesung Deluxe

Für unser Publikum ist uns ja bekanntlich nichts zu groß, nichts zu edel und nichts zu ausgefallen. So hat es uns bei der letzten Verlags-Lesung namens „Die 1000 Gesichter des Pulp“ in die feudalen Räumlichkeiten der Universitätsbibliothek im geschichtsträchtigen Gebäude der Akademie der bildenden Künste am Schillerplatz in Wien verschlagen, welche das wieder einmal auf beeindruckendste Weise verdeutlichen konnten. Inmitten des prunkvollen Mobiliars und der deckenhohen Regale, die sich vor wunderschön ledergebundener, alter Bücher nur so biegen, haben schließlich drei unserer Autoren aus ihren Werken gelesen:  R. Evolver, Werner Skibar alias Charly Blood und, unser Neuzugang, Erik R. Andara. Ob sich nun Kay Blanchard mit Sidekick-Kat einen Kampf auf Leben um Tod um ihre großartigen Stiefel lieferte, um sich danach zu einem Buddy-Holly Look-alike ins kambodschanische Taxi zu schwingen, oder ein Dschinn in die beste Art der Kaffeebohnen-Röstung in einem geheimnisvollen Wiener Lokal einführte, oder sich sogar der asische Göttervater und sein Sohn in der Hundezone hinter dem Wien-Museum um eine Flasche...
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Morbus Rezension im Rattus Libri

Morbus Rezension im Rattus Libri

Das Rattus Libri hat sich nun ebenfalls Morbus vorgenommen und eine fabulöse Kritik beschert: http://rattus-libri.taysal.net/ „Walter deutete auf die aufgeschlagenen Bücher. „Bei der Löwenbraut geht es um ein junges Mädchen, das sich mit einem Löwen anfreundet. Als sie jedoch erwachsen ist und heiraten will, wird sie aus Eifersucht von dem Tier getötet. Nette Geschichte, doch es gibt auch eine Fassung, in der dieser Löwe menschliche Gestalt annimmt und die Freundschaft durchaus intensiver gewesen sein dürfte. Ich vermute einmal, dass schon damals die Verwandlung eines Tieres in einen Menschen gelungen ist. Und irgendjemand hat nun das Experiment in Schönbrunn wiederholt.““ („Bei Vollmond bist du tot“) „Bei Vollmond bist du tot“: Bei einem Bierchen erzählt Revierinspektor Gustav Horak seinem ehemaligen Kollegen Bernd Waidmann von einigen seltsamen Todesfällen, die stets bei Vollmond in seinem Revier begangen wurden. In einem der Fälle wurde das Opfer, eine ältere Dame, sogar mit ihrem eigenen Regenschirm erstochen. Keins der Opfer wurde beraubt, stattdessen wurden die jeweils getragenen Pelze geschändet und...
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Die Furcht, die in der Erwachsenenbücherei haust (Artikel)

Die Furcht, die in der Erwachsenenbücherei haust (Artikel)

Das Grauen ist ein Wurm, der den Menschen, um dessen Fähigkeiten willen, verschlingt. So verhält es sich zumindest meiner Erfahrung nach. Um das erklären zu können, muss ich aber zuerst erzählen, wie ich ursprünglich das richtige Fürchten aus Büchern lernte. Ich war, glaube ich, noch keine neun Jahre alt, als ich das erste Mal ohne Begleitung die Erwachsenenbibliothek enterte. Mir war von Anfang an klar, dass ich niemals heimlich an den wachsamen Augen der beiden kaffeeschlürfenden Damen hinter dem Entlehnungsschalter vorbeischlüpfen könnte. Also habe ich mir am Abend zuvor den Bücherei-Ausweis meiner schlafenden Mutter aus deren Tasche organisiert. Meine ersten Schritte führten mich an jenem Tag direkt an den Tisch der beiden Bibliothekarinnen. Dort verkündete ich tapfer, dass ich meiner kranken Mutter Bücher organisieren sollte, ließ ihnen darauf aber keine Gelegenheit zu antworten, sondern flüchtete mich sofort weiter ins Innere der Räumlichkeiten. Im Nachhinein muss ich gestehen, dass ich wohl noch nie ein Meister der subtilen Taten gewesen bin. Zu meiner...
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