Die Furcht, die unter dunklen Brücken haust

Die Furcht, die unter dunklen Brücken haust

Der Brückenbogen war lang und dunkel, und es führte kein anderer Weg drumherum. Eigentlich war es auch eher ein Tunnel als sonstwas. Ein langer Schlauch mit niedrigem Deckengewölbe, geformt aus faustgroßen, grob behauenen Pflastersteinen und gekrönt von einem guten Meter Erdreich und Schotter. Obenauf saß ein Netzwerk aus Schienen, das direkt an den heimischen Zugbahnhof anschloss. Wenn auch nicht wirklich der einzige Weg, so war es doch zumindest der Einzige, der Sinn machte, wenn man von zuhause aus zu dem unweit gelegenen Supermarkt wollte. Im Sommer war alles gut. Im Sommer waren die Tage lang genug, so dass ich abends noch schnell mit dem Fahrrad zu diesem Supermarkt rauschen konnte, wenn mich meine Mutter um die eine oder andere Kleinigkeit schickte, die ihr für das Abendmahl fehlte. Auf dem Weg dorthin zog ich so schnell als möglich durch diese dunkle Röhre, die in der Mitte immer verdächtig  nach stechendem Urin und brackigem Sickerwasser roch, und hielt vorsichtshalber den Kopf dabei unten,...
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Die Furcht, die in der Erwachsenenbücherei haust (Artikel)

Die Furcht, die in der Erwachsenenbücherei haust (Artikel)

Das Grauen ist ein Wurm, der den Menschen, um dessen Fähigkeiten willen, verschlingt. So verhält es sich zumindest meiner Erfahrung nach. Um das erklären zu können, muss ich aber zuerst erzählen, wie ich ursprünglich das richtige Fürchten aus Büchern lernte. Ich war, glaube ich, noch keine neun Jahre alt, als ich das erste Mal ohne Begleitung die Erwachsenenbibliothek enterte. Mir war von Anfang an klar, dass ich niemals heimlich an den wachsamen Augen der beiden kaffeeschlürfenden Damen hinter dem Entlehnungsschalter vorbeischlüpfen könnte. Also habe ich mir am Abend zuvor den Bücherei-Ausweis meiner schlafenden Mutter aus deren Tasche organisiert. Meine ersten Schritte führten mich an jenem Tag direkt an den Tisch der beiden Bibliothekarinnen. Dort verkündete ich tapfer, dass ich meiner kranken Mutter Bücher organisieren sollte, ließ ihnen darauf aber keine Gelegenheit zu antworten, sondern flüchtete mich sofort weiter ins Innere der Räumlichkeiten. Im Nachhinein muss ich gestehen, dass ich wohl noch nie ein Meister der subtilen Taten gewesen bin. Zu meiner...
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Presseinformation: Sherlock Holmes und das Geheimnis des Illusionisten

Presseinformation: Sherlock Holmes und das Geheimnis des Illusionisten

Wann haben Sie eigentlich aufgehört, Theaterstücke zu lesen? Versuchen Sie sich an Ihr letztes Mal zu erinnern … War es vielleicht in der Schulzeit, als jeder Klassenkamerad eines dieser gelben Reclam-Hefte in die Hand gedrückt bekam und die Sprechbegabtesten dann Schiller mit verteilten Rollen vortragen mussten, während der Rest mehr oder weniger gelangweilt zuhörte? Na ja, jedenfalls ist es lange her. Also könnten Sie über diese fragwürdigen Erfahrungen eigentlich den Schleier des Vergessens hüllen – und es vielleicht noch einmal versuchen. Ganz von vorne: ein Buch in die Hand nehmen, auf dem faszinierend gestalteten Cover (ganz anders als die schön schlichten Reclam-Hefte) den Untertitel „Ein Theaterstück“ lesen, neugierig hineinblättern, schon die „Handelnden Personen“ interessant finden und dann eine oder eineinhalb Stunden lang in ein spannend-geheimnisvolles Kriminaldrama versenken, wie es Ihnen EVOLVER BOOKS diesmal bietet. Die Vorteile bei der Lektüre: Sie brauchen nicht darauf zu vertrauen, dass sich die Schauspieler den Text gemerkt haben. Sie entkommen den ebenso abgeschmackten wie altmodischen Exzessen des Regietheaters....
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Das Buch der lebenden Toten

Die Zombies sind wieder da! In den besten Stories aus dem EVOLVER-Literaturwettbewerb wüten sie in Versuchslabors, begleiten Schulwandertage, machen die Schrecken der Weltkriege noch schrecklicher, verspeisen selbst Samurai - und fühlen sich auch im Chefbüro wohl. Reservieren Sie sich einen Leseplatz in der Hölle ... Pressemappe herunterladen Print: € 14,– Im Buchhandel (ISBN: 978-3-9502558-1-2) oder im EVOLVER BOOKS Shop. eBook: € 8,99 In gängen E-Book-Shops Als eBook mit zusätzlicher Bonus-Story DAS SCHAMANENERBE plus Interview. (Hrsg.: Thomas Fröhlich & Peter Hiess) DAS BUCH DER LEBENDEN TOTEN Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kommen die Toten auf die Erde zurück. Seien wir doch ehrlich: Vampire sind was für kleine Mädchen – zumindest, wenn sie so blutleer und langweilig daherkommen wie in den Twilight-Filmen. Die wahren Helden der internationalen Horrorszene schlurfen heutzutage zwar langsam, aber viel grauenerregender um jede Ecke: Zombies. Sie taumeln stöhnend durch Computerspiele (Dead Rising, Left 4 Dead), erleben ihre madenzerfressene Wiedergeburt im Kino oder auf DVD (von George Romeros … of the Dead-Serie bis zu deren unzähligen...
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Halloween ist wieder spannend – mit den eBooks von EVOLVER BOOKS

Die schaurigste aller Nächte wird ab sofort noch schauriger: Die gruseligen, spannenden, nervenzerfetzenden und schrägen Genre-Bücher von EVOLVER BOOKS sind seit heute auch auf verschiedenen eBook-Plattformen und in allen gängigen elektronischen Formaten zu haben. Wien, 31. 10. 2012. Ja, zugegeben, wir sind spät dran. An Halloween noch eine Halloween-Presseaussendung rauszuschicken, das grenzt an Wahnsinn … Doch wahnsinnig wird ja auch, wer heute abend oder gar in der Nacht auf der Suche nach dem echtem Grusel oder der heiß-kalten Spannung durch die Fernsehkanäle zappt – beides mag sich bei der x-ten Wiederholung des y-ten Halloween-/Slasher-Aufgusses nicht einstellen. Und wer auf sich auf die Straßen hinauswagt und Kindern sowie Spätjugendlichen dabei zusieht, wie sie den Nachbarn „Süßes oder Saures“ androhen, der will sich sowieso nur mehr in Ruhe mit einem guten Buch (gern auch im elektronischen Format) zurückziehen. Das kann er jetzt auch, mit Action, Crime, Horror, Pulp und Spannung in unserem Halloween-Special: EVOLVER BOOKS hat soeben seine ersten fünf Bücher und zwei Groschenhefte...
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Guido Rohm: 0 [Null]. Eine Noirvelle / Fleischwölfe. Der Roman zum Film

Teil 1: Guido Rohm ist nicht zu fassen. Von einem wie ihm kann man als Verleger nur träumen. Wenn man Guido Rohm fragt: „Hast du was?“, dann hat er was – schlimmstenfalls ein paar Wochen später. Und dann gleich noch was, was ihm vor kurzem eingefallen ist und was er dringend aufschreiben musste. Dann ist er mit dem Fragen dran: „Und – nehmt ihr’s?“ Na, klar nehmen wir’s, und zwar beides. Geht ja gar nicht anders. Aber so einfach ist das natürlich alles nicht. Guido Rohm fetzt ja durch die deutschsprachige Literaturszene wie ein Abfangjäger, dauernd auf Speed, entsprechend ungeduldig (manchmal auch mit seinen Verlegern), die Raketen stets abschussbereit, auf dem Weg in ungeahnte Höhen und ohne Gnade für den Feind – also alle, die ihn aufhalten wollen. Er erfindet Autoren, ganze Bücher und literarische Szenen, er führt die ach-so-kluge Wikipedia an der Nase herum, er taucht in seinen eigenen Büchern auf und bringt die handelnden Personen durcheinander, er spielt mit Genres und...
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